Therapieschwerpunkte 

Ohrakupunktur
(Aurikulotherapie mit Pulsdiagnose nach Dr. Paul Nogiér)

 

Die Ohrakupunktur ist eine Diagnose- und Therapiemethode, die von der Körperakupunktur unabhängig ist. Reflexpunkte am Ohr repräsentieren den gesamten Körper des Menschen, vergleichbar mit dem Bild eines auf dem Kopf stehenden Embryos. So findet man zum Beispiel am Ohrläppchen Reflexzonen für den Kopf, am äußeren Rand der Ohrmuschel die Wirbelsäule und die Extremitäten und nahe dem Gehörgang die Reflexzonen für innere Organe.

 

Durch Reizung bestimmter Areale an der Ohrmuschel kann das entsprechende Organ angesprochen und zur Selbstheilung veranlasst werden. In der Regel werden bis zu 5 Nadeln pro Ohr gestochen und diese verbleiben 20-40 Minuten im Ohr. Je nach Diagnose sind 2 bis 10 Behandlungen nötig. Werden Dauernadeln eingesetzt (z.B. zur Nikotinentwöhnung oder Schmerztherapie) verbleiben diese mehrere Tage und können mittels eines Magneten stimuliert werden.  

 

Die Ohrakupunktur kann die Selbstheilungskräfte anregen und Blockaden auflösen. Je weniger Punkte am Ohr gestochen werden, desto wirkungsvoller ist die Therapie, da die Selbstheilungskräfte auf die besonders aktuellen Krankheitsschwerpunkte gelenkt werden.

 

Zum Auffinden der wichtigsten Punkte kommt dem RAC-Reflex (Pulsreflex nach Dr. Paul Nogiér) als diagnostisches Mittel deshalb große Bedeutung zu.    

 

Abb. 1: Drei Dauernadeln

Abb.1 zeigt drei Dauernadeln aus Stahl. Sie können mehrere Tage im Ohr verbleiben und mittels kleiner Magneten stimuliert werden. Dauernadeln werden bei mir vorwiegend zur Nikotinentwöhnung, Gewichtsreduktion und zur Schmerztherapie eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Homöopathie
Mit klassischer und miasmatischer Ausrichtung

 

Das Wort „Homöopathie“ stammt aus dem Griechischen: Homoios = ähnlich und Pathos = Leiden. Vor über 200 Jahren hat der deutsche Arzt Samuel Hahnemann diese Heilkunst begründet, indem er eine Regel beschrieben hat, die besagt: „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“.

 

Als praktisches Beispiel möchte ich hier das Genussmittel Kaffee nennen: So können mehrere Tassen Kaffee zu Übelkeit, Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Schwindel führen. Wird das entsprechende homöopathische Mittel „Coffea“ eingesetzt, kann es genau diese Beschwerden lindern.

 

 

Abb. 2: Arnica montana

Abb.2 zeigt Arnica montana

Familie: Korbblütler, Blütezeit von Mai bis August

In der Homöopathie findet die homöopathische Arznei „Arnica“ vor allem zur Behandlung von arteriellen Blutungen, Schmerzen sowie von Verletzungen durch Schlag, Stoß oder Prellung Verwendung.

 

 

 

Die oftmals giftigen Grundstoffe homöopathischer Medikamente werden nicht in Rohform eingesetzt, sondern sie werden durch Verdünnung und Verschüttelung potenziert. So bedeutet zum Beispiel D-Potenz ein Verdünnungsverhältnis von 1:10 und C-Potenz ein Verdünnungsverhältnis von 1:100. Nach der Verdünnung wird die Substanz verrieben oder rhythmisch verschüttelt (= potenziert) und unterscheidet sich so von normalen Verdünnungen.

 

Die Reihenfolge, in der homöopathische Medikamente dem Patienten verabreicht werden, damit sie die optimale Wirkung erzielen, wird durch die Regeln der Miasmatik bestimmt.

 

In meiner Praxis setze ich homöopathische Arzneien in Form von Globuli, Salben oder Ampullen meist unterstützend zu anderen Therapien ein.

 

 

 

Osteopathie

 

Osteopathie ist eine manuelle Therapiemethode der Alternativmedizin, die auf den Amerikaner Andrew Taylor Still zurückgeht. Das Konzept der Osteopathie beruht auf folgendem Ansatz: Alle Organe, Knochen und Gelenke haben ihre natürliche Eigenbewegung. Dort, wo Bewegung verhindert wird  (als Folge von Narben, Stürzen, Unfällen oder sonstigen Traumen) kann sich Krankheit entwickeln.

 

Der Osteopath prüft mit seinen Händen die Grundspannung von Gelenken, Knochen und Muskeln und kann so gestörte Bewegungsmuster erkennen. Die Untersuchung erfolgt rein manuell, indem Schmerzpunkte ertastet und die Beweglichkeit von Gelenken gepüft wird. Im Anschluss an Untersuchung und Diagnose erfolgt die osteopathische Behandlung. In meiner Praxis werden je nach Problematik verschiedene osteopathische Techniken auch in Kombination eingesetzt:  

 

Mittels Cranio-Sacraler Osteopathie (Cranium (lat.) = Schädel, Sacrum(lat.) = Kreuzbein) können u. a. Traumen von Geburt, Stürzen und Schocks behandelt werden. Bei der Cranio-Sacralen Osteopathie prüft der Therapeut manuell das Bewegungsmuster von Knochen und Gelenken. Bei fehlerhafter oder fehlender Eigenbewegung wird die Bewegung der entsprechenden Knochen für 1-2 Minuten angehalten mit maximal fünf Gramm Druck. Danach sollte die Eigenbewegung dieser Knochen wieder ungestört funktionieren.

 

Abb. 3: Cranio-Sacrale Osteopathie Anwendungsbeispiel aufgezeigt an einer Puppe.

 

Bei Beschwerden im Kieferbereich (Knacken, Knirschen etc.) oder Verspannungen im Nackenbereich kann Osteopathie für Kiefergelenkbeschwerden (CMD) zum Einsatz kommen.

 

Parietale Osteopathie oder Muskelenergietechnik (MET) kann  zur Korrektur von Beinlängenunterschieden oder Wirbelfehlstellungen angewandt werden. Zur manuellen Mobilisation oder Manipulation eines Gelenks wird die einer vorhergehenden isometrischen Anspannung eines Muskels folgende Entspannung genutzt. So werden Muskulatur und Knochen des Patienten als Hebel eingesetzt, um das Skelett wieder in die richtige Position zu bringen.  

 

Mittels Viszeraler Osteopathie werden innere Organe wie Leber, Magen, Darm, Nieren, Blase und Eierstöcke behandelt. Ist die Eigenbewegung dieser Organe durch Verklebungen des umgebenden Bindegewebes oder auch durch Fehlstellungen des Bewegungsapparates gestört, kann es zu Störungen wie Inkontinenz, Verstopfung oder Sodbrennen kommen.  

 

Die Behandlung dauert ca. eine Stunde. Es empfiehlt sich, nach der Behandlung viel zu trinken. Der Körper braucht nach osteopathischen Behandlungen einige Zeit um zu reagieren, deshalb wird in der Regel nur alle  2 bis 3 oder sogar nur alle 6 Wochen behandelt.